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GASTRONOMENFAMILIE AUS LAREN WAGT DEN UMZUG NACH TEXEL

De Strandhut wird Pavillon Bries20

Er schien unlöslich verbunden zu sein mit Laren. Schon seit 1480 wohnt seine Familie in diesem schicken gooischen Dorf, er selbst hatte hier fast 40 Jahre lang ein Restaurant. Und doch wagte Cor Pandelaar zusammen mit seiner Frau Ine und der jüngsten Tochter Roos den Umzug nach Texel. Sie sind die stolzen neuen Eigentümer des Strandpavillon 20 am Badweg in De Koog.

Welche Art Betrieb hatten Sie in Laren?

„De Pandelaren sind eine echte Familie aus dem Gastgewerbe. Mein Vorfahren hatten schon um 1600 eine Herberge in Laren. Mein Vater führte mit meiner Mutter ein Pfannkuchenhaus, in dem ich ab meinem 16. Lebensjahr mitarbeitete. 1979, ich war damals 25, haben mein Bruder und ich es übernommen. Wir vergrößerten das Restaurant und eröffneten 5 Jahr später auch einen Eissalon. Als ich 37 war, setzte ich den Betrieb alleine fort. Er befand sich in einem alten Rathaus, in dem auch ein Polizeibüro war. Daher auch der Name: Prinsemarij, das bedeutet in der Gaunersprache Polizei. Mein Urgroßvater war Beigeordneter in Laren und hatte irgendwann einmal die Baugenehmigung für das Gebäude erteilt. Ich habe es in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen lassen und danach 25 Jahre lang geleitet. Als wir es im letzten Jahr verkauften, hat die örtliche Zeitung der Geschichte des Gebäudes einen langen Artikel gewidmet. Wir waren die Letzten der Familie Pandelaar mit einem Gaststättenbetrieb in Laren. Da mussten wir auch eben schlucken.“

Aber warum haben Sie denn trotzdem beschlossen Laren zu verlassen?

„Wir kommen schon seit 25 Jahren nach Texel. Um in Urlaub ins Ausland zu fahren schafft man nicht mit einem eigenen Betrieb. Nach Texel schon, jeden Sommer vier Wochen lang. Wir sind gerne hier. Man kann fast sagen, dass unsere Kinder hier aufgewachsen sind. Wir haben schon früher darüber nachgedacht hier eine Existenz zu gründen. Im letzten Jahr sind wir schriftlich an alle Strandpavilloneigentümer herangetreten und haben gefragt, ob diese vielleicht ihren Pavillon verkaufen möchten. Kees Bakker und Astrid Daalder von De Strandhut bei Paal 20 reagierten. Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihnen ins Geschäft gekommen sind.

Welche Pläne haben Sie für Bries20?

„Es soll ein moderner Betrieb werden. Mit einer schönen, trendy Einrichtung. Wir haben zunächst eine kleine aber abwechslungsreiche Karte mit Gerichten der Saison. Vielleicht auch etwas mit einem asiatischen Touch. Und einer großen Auswahl an Weinen. Tochter Roos: „Wir denken zum Beispiel auch an share dining: leckere, kleine, flotte Häppchen. Cor: „Auf Texel wächst der Markt. Das ist auch für die Zukunft der Kinder interessant. Roos begleitet uns und ihr Freund Huub wird Küchenchef. Meine älteste Tochter kocht auch sehr gut. Sie arbeitet jetzt noch woanders hat aber schon gesagt, wenn es euch gefällt, komme ich vielleicht auch nach Texel.“

Womit wollen Sie sich auszeichnen?

Cor nimmt die Kaffeetasse und stellt sie auf den Tisch. „Das kann jeder. Aber es geht darum was man noch mehr zu bieten hat. Ist ein Gast schon öfter hier gewesen? Läuft jemand an Krücken? Zeig Interesse und unterhalte dich mit deinen Gästen. Der Gast steht im Mittelpunkt.“ Eine ganz wichtige Rolle haben dabei die Mitarbeiter. „Ich habe kein Personal, sondern Mitarbeiter. Wir arbeiten zusammen. Ich gebe jedem einen eigenen Verantwortungsbereich. Das funktioniert viel besser als alles immer zu kontrollieren. Man darf auch mal Fehler machen, wenn man davon lernt.“

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